Glaubet den Lehrern nicht,glaubet den Büchern nicht, glaubet auch mir nicht. Glaubet nur das, was ihr selbst gründlich geprüft und als euch selbst und den anderen zum Wohle dienend erkannt habt. (Buddha)
   
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  Der Begriff Gott
 

D
ie folgenden Gedankensprünge sind schon vor längerer Zeit durch mein Inneres gehüpft, aber philosophische Gedanken, springen oft in einem zeitlosen Raum hin und her, weshalb manche oft über Jahrhunderte aktuell bleiben.

Der Begriff „Gott“,
Provokante philosophische Betrachtung
v. "M.C.MarChris" 11/92

Gott ! Wer oder was ist das eigentlich?
Vielleicht ein Lastkarren, auf dem wir unsere Sorgen abladen können?
Oder ein Automat, in den wir unsere Probleme hineinstopfen um dann darauf zu warten, dass da irgendwo die Lösung herauskommt?
Oder ein Sündenbock, dem wir alles zuschieben können, was um uns herum und in der Welt schief läuft?

Sicher haben die emeisten von  uns sich inzwischen von dem Gedanken entfernt, dass vor langer Zeit irgendwo da oben, wo immer das sein mag, jemand saß und sechs Tage lang an etwas herumgebastelt hat, was wir unsere Welt nennen.
Man mag zum Glauben und zur Religion stehen wie man will, jeder hat da so seine eigenen Vorstellungen. Eines scheint den Menschen jedoch von Anbeginn klar zu sein, irgendetwas Unerklärliches muss es da wohl geben. Und weil es so vieles gab und gibt, was wir (noch) Menschen nicht verstehen, Dinge, die einer Schöpferkraft entspringen, die wir nicht begreifen, haben sich unsere Ahnen zunächst einmal ihre Götter zurechtgedacht. Je einen Gott als Richter über diejenigen, welche den Schwächen erlegen waren, die man in der damaligen Gesellschaftsstruktur als falsch oder böse ansah.

Inzwischen begnügen wir uns mit nur einem Gott, ob er nun Gott, Allah, Odin oder das fliegende Spaghettimosnter heißt. Doch dieser eine unterscheidet sich nicht sonderlich von seinen Vorgängern. Ein Individuum mit allzu menschlichen Eigenschaften. Nun gut, lt. Bibel hat er den Menschen ja auch nach seinem Ebenbild geschaffen.
Ihm wird lediglich zugestanden, klüger und weiser zu sein als wir Menschen.
Er ist der Richter, der die Guten im Himmel aufnimmt und die bösen in die Hölle schickt, und zwar nach den Gesichtspunkten, die unserem heutigen Gesellschaftssystem entsprechen. Gott ist da offenbar sehr flexibel, er passt sich der jeweiligen Gesellschaftsstruktur und Entwicklung an. Logisch, da er ja die Welt geschaffen hat, hat er natürlich auch das Naturgesetz der Anpassung geschaffen.

Und, er ist für Probleme zuständig, mit denen wir selbst nicht zurechtkommen. Und wenn er dieses Problem nicht so löst, wie wir es uns vorstellen, dann bleibt uns nichts anderes übrig, als die unendliche Weisheit und Güte unseres Gottes zu akzeptieren. So ein Pech!

Was ist denn eigentlich mit uns Menschen los?

Sind wir wirklich so klein und schwach, dass wir nichts selbst regeln können?!
Wer schafft den all unsere Probleme? Das Schicksal dieser Welt liegt in den Händen jedes Einzelnen von uns. Gott ist bestenfalls dazu da, den Glauben an uns selbst und unsere eigene Kraft zu stärken, aber bestimmt nicht dazu, unsere selbst geschaffenen Probleme zu lösen, denn Gott ist ein kluger Vater, der weiß, dass Kinder nur lernen können, wenn sie die Suppe, die sie sich eingebrockt haben, selbst auslöffeln.
Und Gott ist bestimmt nicht jemand, der mit erhobenem Zeigefinger da oben aus uns lauert. Er muss sich nicht damit belasten über Gut und Böse zu richten, zumal das ohnehin eine Erfindung des Menschen selbst ist, was wir schon daran erkennen, wie variabel diese Begriffe im Laufe der Zeit sind.
Und die Folgen des vermeintlich Bösen, das wir hier auf unserer kleinen Erde anrichten, sollten wir gefälligst selbst tragen.

Der Mensch bestraft sich selbst, dazu braucht er keinen Gott. Jeder von uns ist mit genügend Gefühlen und Empfindungen und der Eine oder Andere sogar mit einem Gewissen ausgestattet und irgendwann geht jeder von uns durch das letzte Türchen und dann muss er mit dem was er in seinem Leben angerichtet hat, klarkommen.

In unserer Bibel stehen sicher viele brauchbare Weisheiten, doch einige davon sind in Urzeiten durch mündliche Überlieferungen vielleicht doch ein wenig verfälscht worden, denn was da heißt, "...der Herr hats gegeben, der Herr hats genommen "sollte wohl eher heißen, "....der Herr hats gegeben und uns überlassen"

Gott mag uns unsere Erde geschenkt haben aber was wir mit diesem Geschenk anfangen ist unsere Sache, denn er hat uns ebenso unseren freien Willen geschenkt. Und geschenkt ist geschenkt.

Oder wie würde jeder Einzelne von uns es finden, wenn er etwas geschenkt bekäme und der Geber ständig ein Auge auf ihn hätte und ihm womöglich noch vorschreiben wollte, wie er mit diesem Geschenk umzugehen habe. Das wäre ja wohl noch schöner!

Es ist allein unsere Sache, ob wir dieses Geschenk pflegen, um es uns lange zu erhalten oder es durch rücksichtslosen Umgang schnell zerstören.
Wer baut denn unsere Waffen und schafft damit Zerstörung Not und Elend auf der Welt?
Wer verpestet denn unsere Luft und zerwirtschaftet unsere Felder und Wälder und vernichtet alles was da kreucht und fleucht, .......Gott etwa!?

Wenn wir das „Spielzeug“ das er uns geschenkt hat mutwillig kaputtmachen, ist das für ihn sicher kein großer Verlust.  Das Universum ist groß und er kann schnell mal eben ein neues „Spielzeug“ und neue „Spieler“ da hineinbauen. Also hören wir auf uns hinter Gott zu verschanzen.

Ein Bibelweisheit, die sicher richtig bei uns angekommen ist lautet:

"was ihr säet, werdet ihr ernten"

also kümmern wir uns doch am besten mal um unser Saatgut.


 
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